Schlaue Bauern bauen Süßkartoffeln an. Denn sie haben ihr Superfood-Talent erkannt.
Wir ehren sie heute mit einem Süßkartoffel-Curry!


Sollte der Spruch mit den Bauern und den dicksten Kartoffeln stimmen, würden Süßkartoffel-Bauern ziemlich dumm dastehen. Schließlich bringt eine Süßkartoffel schon mal ein gutes Pfund auf die Waage. Tatsächlich sind Süßkartoffeln oder Bataten aber nur entfernt mit Kartoffeln verwandt. Dies sollte zur Verteidigung der Landwirte, die die Knollengewächse anbauen, erwähnt werden. Etwas gesünder als Kartoffeln sind Bataten auch. Gerade bei einer veganen Ernährung bieten sie sich als Grundnahrungsmittel an. Denn sie enthalten so viel Vitamin-A wie sonst nur tierische Produkte. Da wundert es schon, dass sie erst in den letzten Jahren in die deutschen Kochtöpfe geplumpst sind. Also waren wohl gerade jene Bauern besonders schlau, die diesen Trend erkannt und die dicken Dinger angebaut haben.

Jedes Kartoffel-Gericht lässt in ein Süßkartoffel-Gericht verwandeln.

Auch ich bin erst vor kurzem auf den Süßkartoffel-Trichter gekommen und habe festgestellt: Jedes Kartoffel-Gericht lässt sich in ein Süßkartoffel-Gericht verwandeln. In Stifte geschnitten, leicht gesalzen und mit Olivenöl beträufelt, werden Bataten im Ofen zu gesunden Pommes Frites. Auch Süßkartoffel-Puffer schmecken fantastisch, aber nicht mit Apfelmus, sondern mit Mango-Senfsoße. Im Winter esse ich Bataten gerne gekocht und gestampft als Püree. Am besten schmecken sie mir aber als Curry mit viel frischem Gemüse und Kokosmilch, dessen süß-scharfe Note so intensiv ist, dass bei offenem Fenster auch die Nachbarn etwas davon haben.

 

Rezept: Süßkartoffel-Curry mit Kokosmilch und Cashewkernen

Das braucht ihr:

  • 250 g Süßkartoffel(n)
  • 1 rote Paprika
  • 150 g Brokkoli
  • 60 g Tiefkühl-Erbsen oder 30 g rote Linsen
  • 1 Hand voll Cashewkerne
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (etwa Daumengroß)
  • 1 Chilischote
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1 EL Kokosöl, Rapsöl oder Sonnenblumenöl
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • 1 TL Kurkuma
  • 30 g ungesalzene Cashew-Kerne
  • wahlweise 1 TL Garam Masala
  • wahlweise ein Bund frischer Koriander

Zubereitungszeit ca. 25 Min.

Süßkartoffel-Curry Zutaten: Bataten, Paprika, Brokkoli, Knoblauch, rote Zwiebel, Chili, Ingwer, Erbsen
Zutaten für das Süßkartoffel-Curry: rote Paprika, Süßkartoffeln, Brokkoli, rote Zwiebel, Knoblauch, Erbsen, Ingwer, Chili

 

Für das Süßkartoffel-Curry werden die Süßkartoffeln in kleine Würfel geschnitten. Hier zusammen mit Brokkoli, Paprika, Knoblauch, Ingwer, roten Zwiebeln.
Je kleiner die Süßkartoffeln geschnitten werden, desto schneller sind sie gar.

 

  1. Knoblauchzehe feinhacken und Zwiebel in Ringe schneiden, Paprika in Streifen schneiden – alles in einer Pfanne mit einem EL Kokosöl oder anderem Pflanzenöl anbraten
  2. Süßkartoffel putzen oder schälen und in sehr kleine Würfel schneiden (1 cm) und zu dem anderen Gemüse geben. Mit einer Tasse Wasser aufgießen. Brokkoli in Röschen zerteilen und hinzufügen. Außerdem einen gestrichenen Teelöffel Gemüsebrühe oder einem halben TL Salz hinzufügen.
  3. Ingwer schälen und kleinschneiden, Chili kleinschneiden. Ingwer, Chili, Lorbeerblatt sowie einen Teelöffel Koriander, einen Teelöffel Kurkuma und falls vorhanden einen Teelöffel Garam Masala hinzugeben.
  4. Mit Kokosmilch aufgießen. Mindestens 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen. 10 Minuten vor Ende der Kochzeit die Linsen bzw. 5 Minuten vor Ende der Kochzeit die Erbsen hinzugeben. Währenddessen gegebenenfalls den frischen Koriander grob hacken.
  5. Nach 15 Minuten in die Süßkartoffeln mit einer Gabel stechen, ob sie gar sind. Die Flüssigkeit probieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Cashewkerne hinzugeben und falls vorhanden mit frischem Koriander servieren.

 

Süßkartoffel-Curry mit Kokosmilch in der Pfanne gegart
Das Süßkartoffel-Curry ist fertig, wenn die Bataten weichgekocht sind.